15.01.2008
Wie wechselt man den Stromversorger?
Seit der Liberalisierung des deutschen Strommarktes im Jahr 1998 kann jeder Verbraucher seinen Stromversorger wechseln, wenn er mit dem bisherigen Versorger oder mit dessen Tarifpolitik, sprich den Strompreisen, unzufrieden ist.
Am besten ist, es wird ein Stromkostentarifvergleich im Internet gemacht. Dazu muss man lediglich seinen Jahresverbrauch in KWh kennen und diesen zusammen mit der Postleitzahl des Wohnortes eingeben. Binnen weniger Sekunden erhält der Verbraucher eine Liste mit den günstigsten Stromversorgern, die für seinen Wohnort zur Verfügung stehen.
Allerdings muss der billigste Stromanbieter nicht gleich auch der Beste sein. Die Stromanbieter unterscheiden sich in ihren Tarifangeboten beträchtlich.
Tipp: Schilder als Warung vor Starkstrom
So gibt es Stromanbieter, die verkaufen ihren Kunden ein sogenanntes Strompaket, das heißt, der Verbraucher zahlt seinen gesamten Jahresstromverbrauch gegen Vorkasse. Das ist nicht immer unbedingt von Vorteil, obwohl es oft die günstigsten Angebote sind. Bei diesen Tarifen erhält der Verbraucher kein Geld zurück, wenn er weniger Strom verbraucht als angegeben und er zahlt bedeutend mehr für Kilowattstunden, die er mehr verbraucht. Außerdem besteht das Risiko, das wenn der Versorger in die Insolvenz geht, das gesamte Geld weg ist. Die Stromversorgung wird dann zwar durch den örtlichen Versorger übernommen, aber der Strom muss dann noch einmal bezahlt werden.
Empfehlenswert sind Verträge, bei denen sich der Verbraucher nicht über einen zu langen Zeitraum an den Stromanbieter bindet, sondern immer die Möglichkeit hat, zu wechseln, wenn es billigere Stromanbieter gibt.
Manche Stromanbieter gewähren zudem eine Preisgarantie über einen bestimmten Zeitraum.
Alle Formalitäten, die mit der Kündigung zusammenhängen übernimmt in der Regel der neue Stromanbieter, den man online kontaktieren kann.