04.10.2011
Rohrkennzeichnung zur Arbeitssicherheit
Arbeitssicherheit wird heutzutage sehr groß geschrieben. Die Arbeitssicherheit dient zur Vorbeugung von Unfällen und Sicherheitsrisiken, die Abwesenheit von Gefahren und zum Schutze der Gesundheit. Ein wichtiges Kriterium für Arbeitsstätten sind die technischen Regeln, welche sich nach der EU - Richtlinie für den Arbeitgeber und den damit verbundenen Gefahrenstoffen orientieren. Eine deutliche Kennzeichnung sorgt für eine bessere Einsicht und hilft zeitsparend in der Konstruktion weiter. Unnötiges Suchen wird vermieden und die Gefahren von Irrtümern und Unfällen sinkt deutlich. Sicherheitszeichen können wertvolle Sekunden retten und bei Wartungsarbeiten sehr viel Zeit sparen.
Sind Beschilderungen falsch angebracht, kann es bei Wartungsarbeiten oder in Notfällen zu einer enormen Gefahrenquelle kommen.
In allen weltweiten Unternehmen müssen nicht erdverlegte Leitungen und Rohre einheitlich sowie der Gesetzgebung entsprechend gekennzeichnet werden. Unter Rohrleitung versteht man die Verbindung zwischen den Rohren selbst, den Armaturen, Formstücken und Isolierungen.
Die Kennzeichnung von Gefahrenstoffen kann durch Fließrichtungspfeile, Rohrmakierungsbänder oder Rohrleitungsetiketten erfolgen. Es ist sinnvoll, eine solche Kennzeichnung mehrfach und gut sichtbar anzubringen. Wichtig zudem ist die Beschilderung in der unmittelbaren Nähe von Gefahrenstellen, zum Beispiel an Schiebern, Anschlüssen oder Abfüllstellen. Bedeutend bei der Rohrkennzeichnung ist die Pfeilrichtung. Diese sollten in Richtung des Durchflusses angebracht werden. Auch hierfür gilt es festgelegtes Kennzeichen. Des Weiteren müssen eventuelle zusätzliche Gefahrensymbole angebracht werden. Im Vordergrund steht weiterhin, dass diese Symbole oder Kennzeichnungen an gut sichtbaren Stellen angebracht sind.
Rohrkennzeichnungen sind professionelle Markierungen, die sich an eine bestimmte gesetzliche Normen richten, der DIN 2403. Auch eine Warnung vor gefährlicher elektrischer Spannung ist oft sher angebracht. Die Einteilung gestaltet sich in 10 Hauptgruppen - Wasser, Dampf, Luft/Vakuum, brennbare Gase, nicht brennbare Gase, Säuren, Laugen, brennbare und nicht brennbare Flüssigkeiten und dem Sauerstoff. Diese wurden durch das Deutsche Institut für Gütesicherung und Farbenkennzeichnung farblich codiert. Die verschiedenen Farben haben jeweils eine Nummer, die RAL. Des Weiteren besitzt jede Stoffgruppe einen speziellen Farbton und eine bestimmte Schriftfarbe, welche gesetzlich vorgeschrieben ist. Gruppe 1 steht zum Beispiel für Wasser und besitzt die Farbe Grün, mit der Nummer RAL6032 in Weiß. Muss eine Rohrkennzeichnung für brennbare Flüssigkeiten verwendet werden, wird die Farbe Braun/Rot mit der Nummer RAL8002/RAL3001, auch wieder mit der Schriftfarbe Weiß, markiert.
Das Anbringen der Rohrkennzeichnungen gestaltet sich als sehr einfach. Bei Einzelmarkierungen wird die Pfeilspitze, die nicht in Fließrichtung zeigt, weggeschnitten. Danach rollt man die Kennzeichnung vom Träger ab und klebt sie auf das Rohr. Es ist sehr vorteilhaft, beide Enden überlappen zu lassen, um eine bessere Haftung zu gewährleisten.